Welches Grillthermometer brauche ich?

Die Frage ist nicht einfach und schon gar nicht pauschal zu beantworten. ICh möchte hier auch gar nicht auf verschiedene Marken eingehen. Die folgende Betrachtung ist damit eher ein Fragenkatalog, der bei der Kaufentscheidung helfen soll:

Frage 1 Budget: Wie viel bist Du bereit für das Thermometer ausgeben? Bei der Antwort solltest Du überlegen ob Du eher am Anfang der "Grillkarriere" stehst oder sicher bist, dass Du das Thermometer regelmäßig und für viele Gerichte brauchen wirst. Wenn es das erste Thermometer ist, und Du nicht sicher bist, empfehle ich so wenig wie möglich auszugeben und damit erst einmal zu testen, ob Du Spaß an der Nutzung eines Thermometers hast. Hier gibt es immer wieder günstige Angebote bei Discountern oder auch nordischen Möbelhäusern mit einer Küchenbedarfsabteilung. Wenn also die Antwort auf Frage 1 lautet: Nicht mehr als 20€ konnte ich villeicht schon helfen und Du kannst den Rest beim nächsten Thermometerkauf lesen.

Frage 2 direkt am Grill oder auch vom Sofa? Je nachdem wie und Dein Grillplatz gebaut ist und wie häufig Du auf das Thermometer schauen möchtest, lohnt es sich darüber nachzudenken neben der Fühlerstation ein weiteres Gerät zum Überwachen und ggf. zur Bedienung bereit zu halten.

Frage 3 via Smartphone oder mit zweitem Bedienteil? Hier trennen sich bereits die Geister. Ich versuche einige Argumente für die eine wie die andere Version zu geben: Wer sich für die Smartphonevariante (S) entscheidet, hat meist eine intuitievere Bedienung via App, Alarm direkt auf das Smartphone und eine höhere Updatedichte /-wahrscheinlichkeit. Wer jetzt das Smartphone parallel für viele andere Dinge wie beispielsweise Licht, Musik und Grillgewürzbestellungen bei DerKleineBergmann.de nutzt, ist ggf. von den Alarmen und Hinweisen genervt. Das ist aber individuell verschieden. Das zweite Bedienteil (Z) hat tendentiell eine zuverlässigere Verbindung (Reichweiten sind sehr unterschiedlich und u.A. von der Verbindungstechnik abhängig) und blockiert kein Smartphone. Es stört also nicht wenn Dein Chef anruft und Du gerade die Temperatur vom Brisket checken willst #HomeOffice. Zudem habe ich die Software von Z bislang als etwas beschränkter aber dafür als ausgereifter wahrgenommen (Achtung! Der geschilderte Eindruck ist subjektiv und nicht marktumfassend).

Frage 4 Wie erreiche ich die beste Reichweite? Wenn der Ort, wo das Glücksgerät #Grill aufgestellt ist über eine WLAN-Abdeckung verfügt, lohnt es sich über eine entsprechende Verwendung dieser (in Deuschland noch nicht voll erporbten Zukunfts-) Technologie nachzudenken. Es gibt verschiedene Geräte, die mittels WLAN die aktuellen Daten so zur Verfügung stehen, dass sie per Smartphone nahezu überall abrufbar sind. Dein Grill kann Dich also "anfunken" wenn es Zeit ist vom Spielplatz nach Hause zu kommen, um den Braten vom Rost zu heben. Umso ärgerlicher ist es dann aber auch, wenn man sich darauf verlässt, die Kinder einen Drehwurm vom vielen Schaukeln haben und der Braten verbrannt ist, weil irgendwas nicht funktioniert hat. Wenn kein WLAN zur Verfügung steht und die Reichweite vom Bluetooth ausreicht, fällt die Entscheidung für die Verbindungstechnologie nicht schwer.

Frage 5 Mit oder ohne Kabel? Es gibt Sonden mit Kabel, ohne Kabel, mit einer oder mit zwei Messstellen. Natürlich funktioniert die Verbindung mit Kabel (bis zum Bruch) zuverlässiger und die erste Verbindung ist schneller hergestellt. Die Sonden der Kabelvariante sind meist dünner und machen damit kleinere Löcher im Fleisch. Außerdem sind da keine Akkus verbaut, die geladen werden müssen. Das deutlichste Argument, welches für die kabellose Variante spricht, ist aus meiner Sicht die Verwendung am Drehspieß.

Letztendlich ist das alles natürlich subjektiv verschieden und man kann auch ohne Thermometer grillen, aber wenn das Deine Überzeugung ist, bist Du wahrscheinlich gar nicht bis zu dieser Textpassage gekommen...

Also gut Glut!

 

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